Manchmal schreibt der Fußball Geschichten, die schöner kaum sein könnten. Beim letzten Heimspiel der Bezirksliga-Saison besiegte unsere B-Jugend Preußen Espelkamp mit 3:0 und bereitete damit einem ganz besonderen Spieler einen Abschied, den er so schnell nicht vergessen wird. Leichter Dauerregen lag über dem Werresportplatz, als vor dem Anpfiff nicht das Spiel, sondern ein Abschied im Mittelpunkt stand. Mit Steven Hass verabschiedete der Post TSV Detmold seinen langjährigen Führungsspieler und Mittelfeldmotor mit der Nummer 7. Zur neuen Saison wechselt der talentierte Mittelfeldspieler zum B-Jugend-Westfalenligisten VfL Theesen und schlägt dort ein neues Kapitel seiner Fußballlaufbahn auf. Sichtlich bewegt nahm Steven das Abschiedsgeschenk seiner Mannschaft entgegen. Anschließend führte er sein Team mit der Kapitänsbinde auf das Feld. Ein Moment, der bei vielen Spielern, Trainern und Zuschauern für Gänsehaut sorgte. Was dann folgte, passte perfekt zu diesem besonderen Tag. Die Gastgeber zeigten von Beginn an eine konzentrierte, engagierte und spielerisch starke Leistung. Die Krönung seines letzten Heimauftritts ließ in der zweiten Halbzeit nicht lange auf sich warten. In der 53. Minute zeigte der gute Schiedsrichter nach einem Foulspiel auf den Punkt. Steven übernahm die Verantwortung und verwandelte den berechtigten Strafstoß souverän zum zwischenzeitlichen 2:0. Der Jubel seiner Mitspieler sprach Bände. Dieser Treffer war mehr als nur ein Tor, er war der emotionale Höhepunkt eines besonderen Vormittags. Am Ende stand ein verdienter 3:0-Erfolg für den Post TSV Detmold. Doch wichtiger als das Ergebnis war die Art und Weise, wie die Mannschaft ihren langjährigen Weggefährten verabschiedete: geschlossen, kämpferisch und mit viel Herz. Mit Steven Hass verliert die Mannschaft nicht nur einen hervorragenden Fußballer, sondern auch einen Spieler, der über viele Jahre Verantwortung übernommen, das Team geprägt und auf wie neben dem Platz vorangegangen ist. Die Mannschaft, das Trainerteam und der gesamte Verein wünschen Steven für seine neue Herausforderung beim VfL Theesen alles Gute, sportlichen Erfolg und viele unvergessliche Momente in der Westfalenliga. Und wer weiß – vielleicht führen die Wege irgendwann wieder zurück auf den Werresportplatz. Denn wie Trude Herr einst sang: „Niemals geht man so ganz.“




















